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Wenn Rechnen zur grossen Hürde wird

Viele Kinder haben an bestimmten Stellen Mühe mit Mathematik. Doch wenn grundlegende Zahlen- und Rechenkonzepte nicht richtig verstanden werden, kann mehr dahinterstecken – etwa eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Förderung lassen sich mathematische Grundlagen gezielt aufbauen und grosse Fortschritte erreichen. Erfahren Sie, woran Eltern eine Rechenschwäche erkennen können, welche Ursachen dahinterstecken und wie ein Lerncoaching Kindern hilft, Zahlen wirklich zu verstehen – statt nur auswendig zu rechnen.

von: Sandra Zogg

Rechenschwäche und Dyskalkulie verstehen

Viele Kinder haben Phasen, in denen Mathematik schwierig ist. Manchmal steckt jedoch mehr dahinter als «zu wenig geübt». Wenn grundlegende mathematische Zusammenhänge nicht richtig verstanden werden, kann eine Rechenschwäche oder Rechenstörung (Dyskalkulie) vorliegen.

Die wichtigste Botschaft vorweg: Dyskalkulie ist kein Schicksal.

Mit der richtigen Förderung und einem gezielten Aufbau des mathematischen Verständnisses können Kinder grosse Fortschritte machen. Schwierigkeiten lassen sich oft deutlich reduzieren oder sogar ganz auflösen.
Dyskalkulie verstehen
Entscheidend ist, früh hinzuschauen und die Ursachen zu verstehen. Häufig haben sich über längere Zeit Fehlvorstellungen über Zahlen und Rechenwege aufgebaut, die gezielt aufgearbeitet werden müssen.

Schätzungsweise 3-7% aller Kinder sind von einer Rechenstörung betroffen – also etwa ein bis zwei Kinder pro Schulklasse.

Was ist eine Rechenschwäche bzw. Dyskalkulie?

Eine Dyskalkulie ist eine Lernentwicklungsstörung im Bereich Mathematik. Betroffene Kinder haben anhaltende Schwierigkeiten beim Erwerb grundlegender mathematischer Fähigkeiten. Dazu gehören vor allem das Verständnis von Zahlen und Mengen, das sichere Rechnen in den Grundrechenarten, der Aufbau von Rechenstrategien sowie das Erkennen mathematischer Zusammenhänge.

Diese Schwierigkeiten stehen nicht im Zusammenhang mit der Intelligenz. Häufig liegt die Ursache darin, dass grundlegende mathematische Konzepte im Denken des Kindes nicht stabil aufgebaut wurden. Dadurch entstehen fehlerhafte Denkweisen und Lösungsstrategien, die sich im Laufe der Schulzeit verfestigen können.

Woran erkennt man eine Rechenschwäche?

Die Schwierigkeiten zeigen sich häufig schon früh – manchmal bereits im Kindergarten oder in der Unterstufe.

Kindergarten bis etwa 3. Klasse

In den ersten Schuljahren zeigen sich Schwierigkeiten oft im Zahlen- und Mengenverständnis. Kinder haben Mühe, Zahlen mit Mengen zu verknüpfen, erkennen kleine Mengen nicht auf einen Blick oder lassen beim Zählen Zahlen aus. Auch Begriffe wie mehr, weniger oder gleich viel sind manchmal schwer verständlich.

Viele Kinder lösen Aufgaben zudem hauptsächlich durch Zählen, zum Beispiel mit den Fingern oder im Kopf. Eine Aufgabe wie 7 + 5 wird dann Schritt für Schritt hochgezählt. Solche Rechnungen dauern lange und belasten das Arbeitsgedächtnis stark. Auch das Einmaleins wird häufig nicht automatisiert.

Mit zunehmendem Alter treten zusätzlich Schwierigkeiten im Stellenwertsystem auf. Zehner und Einer werden vertauscht, Zahlenräume bleiben unübersichtlich und Rechnen mit Zehnerübergängen fällt schwer.

3. bis 6. Klasse

Gerade in unseren 5.-Klasse-Kursen zeigt sich häufig, dass einzelne mathematische Grundvorstellungen noch nicht stabil aufgebaut sind. Die Kinder geben sich grosse Mühe, greifen jedoch auf Strategien zurück, die mathematisch nicht tragen.

Ein Beispiel: Bei der Aufgabe 7 – 3 wird nicht wirklich subtrahiert. Das Kind denkt stattdessen: 3 + 4 ergibt 7, also muss das Resultat 4 sein. Das Ergebnis stimmt zwar – der eigentliche Rechenweg wurde jedoch nicht verstanden.

Auch beim Rechnen auf dem Zahlenstrahl entstehen häufig Missverständnisse. Bei einer Rechnung wie -5 + 3 verstehen viele Kinder nicht, warum man bei -2 landet.

Später zeigen sich Schwierigkeiten oft bei grösseren Rechnungen. Multiplikationen wie 212 x 34 oder längere Divisionen führen zu vielen Fehlern oder dauern sehr lange. Häufig liegt das daran, dass das Einmaleins oder wichtige Zahlbeziehungen nicht sicher automatisiert sind.

Besonders deutlich werden Schwierigkeiten oft bei Sachaufgaben. Während einfache Rechnungen noch über bekannte Strategien gelöst werden können, wissen Kinder bei Textaufgaben plötzlich nicht mehr, welche Rechnung überhaupt gemacht werden soll.

Viele Eltern beschreiben diese Situation so:
Bei einfachen Rechnungen klappt es manchmal – aber sobald eine Textaufgabe kommt, weiss mein Kind plötzlich gar nicht mehr, wo es anfangen soll.

Diese Beispiele zeigen etwas Wichtiges: Das Problem liegt meist nicht im Fleiss, sondern im mathematischen Verständnis der zugrunde liegenden Konzepte.

Wo liegen die Ursachen?

Rechenschwierigkeiten entstehen selten aus einem einzigen Grund. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.

Eine Rolle können zum Beispiel Schwierigkeiten im Zahlenverständnis spielen oder ungünstige Rechenstrategien, wenn Kinder lange nur zählen, statt Zusammenhänge zu erkennen. Auch Schwächen im Arbeitsgedächtnis oder in der Aufmerksamkeit können das Rechnen erschweren.
Rechenschwäche erkennen
Hinzu kommen manchmal emotionale Faktoren: Wiederholte Misserfolge führen zu Frustration, Matheangst oder Vermeidungsverhalten.

Rechenschwäche tritt zudem häufiger gemeinsam mit anderen Lernbesonderheiten auf, zum Beispiel mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) oder ADHS.

Wichtig ist jedoch: Jedes Kind hat sein eigenes Profil von Stärken und Schwierigkeiten.

Das «Zwischenhoch» beim Einmaleins

Manchmal erleben Eltern eine überraschende Phase: Plötzlich scheint sich die Situation zu verbessern und das Kind schreibt bessere Noten in Mathematik.

Der Grund ist häufig das auswendig gelernte Einmaleins.

Doch hier liegt ein wichtiger Unterschied:
Auswendig gelernt ist nicht dasselbe wie automatisiert verstanden.

Beim Auswendiglernen wird ein Ergebnis lediglich gespeichert – ähnlich wie ein Gedicht. Bei einer echten Automatisierung ist das Ergebnis hingegen mit einem Verständnis für Zahlen und Zusammenhänge verknüpft.

Deshalb entstehen häufig typische Muster: Aufgaben gelingen zu Hause, aber in der Schule nicht. Unter Zeitdruck oder bei neuen Aufgaben treten plötzlich wieder viele Fehler auf.

Kinder mit Rechenschwierigkeiten entwickeln oft clevere eigene Strategien – sie zählen im Kopf, merken sich Aufgaben oder zerlegen Zahlen. Diese Strategien zeigen, dass das Kind aktiv nach Lösungen sucht. Sie kosten jedoch viel Energie und funktionieren unter Zeitdruck oft nicht mehr zuverlässig.

Darum lohnt es sich, genauer hinzuschauen:
Nicht nur ob ein Ergebnis stimmt, sondern wie ein Kind rechnet und denkt.

Rechenschwierigkeiten lösen sich selten von selbst

Ohne gezielte Unterstützung bleiben Schwierigkeiten meist bestehen und können sich mit der Zeit verstärken. Viele Kinder erleben dann wiederholte Misserfolge, Frustration und ein sinkendes Selbstvertrauen im Fach Mathematik.

Je früher Schwierigkeiten erkannt werden, desto besser lassen sie sich aufarbeiten.

Wie kann ein Lerncoaching helfen?

Bei einer Rechenschwäche geht es nicht darum, einfach mehr Aufgaben zu lösen. Entscheidend ist, dass das mathematische Verständnis neu aufgebaut wird.

Im Lerncoaching arbeiten wir deshalb gezielt am Zahlenverständnis, an tragfähigen Rechenstrategien und an der Automatisierung wichtiger Grundlagen. Dabei kommen anschauliche Materialien, Visualisierungen und kleine Lernschritte zum Einsatz. Besonders wichtig sind viele Erfolgserlebnisse, damit das Kind wieder Vertrauen in seine Fähigkeiten gewinnt.
Lerncoaching Rechenschwäche

Erste Analyse statt sofortiger Abklärung

Viele Eltern fragen sich zunächst:
Hat mein Kind wirklich eine Rechenstörung – oder einfach Lücken im Unterricht?

Deshalb biete ich eine Lernstandsanalyse im Bereich Mathematik an. Dabei handelt es sich nicht um eine offizielle diagnostische Abklärung, sondern um den Schritt davor.

Wir schauen uns gemeinsam an, wie das Kind rechnet und denkt, welche Grundlagen bereits sicher sind und wo Missverständnisse im mathematischen Verständnis liegen.

Am Ende erhalten sie eine klare Einschätzung der Situation, konkrete Übungsempfehlungen für zuhause sowie eine Einschätzung, ob weitere Schritte – etwa eine schulpsychologische Abklärung – sinnvoll sein könnten.

Genau hinschauen lohnt sich

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihrem Kind Mathematik dauerhaft grosse Mühe bereitet, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Mit der richtigen Unterstützung können Kinder lernen, Zahlen wirklich zu verstehen – statt nur zu zählen.

Eine frühe Klärung ist besonders wichtig. In meiner Arbeit sehe ich immer wieder Kinder, die neugierig, sprachlich stark und grundsätzlich absolut gymnasial geeignet sind – denen aber ausgerechnet Mathematik im Weg steht.

Die Gymiprüfung ist letztlich eine selektive Prüfung. Sie überprüft anhand einzelner Aufgaben in Deutsch und Mathematik, ob ein Kind das geforderte Niveau erreicht – und das unter Zeitdruck.

Wenn grundlegende Schwierigkeiten im mathematischen Verständnis bestehen, kann es sein, dass ein Kind sein eigentliches Potenzial nicht zeigen kann.

Wenn Sie unsicher sind, ob bei ihrem Kind eine Rechenschwäche oder grössere Lücken im mathematischen Verständnis vorliegen könnten, biete ich gerne ein erstes unverbindliches Telefongespräch an.

Gemeinsam könnten wir klären, welche Schwierigkeiten Sie beobachten, ob eine Lernstandsanalyse sinnvoll wäre und wie Ihr Kind gezielt unterstützt werden kann.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Kind kennenzulernen.

Beste Grüsse
Sandra Zogg
Über uns
  • Wir sind das Kompetenzzentrum für die Gymivorbereitung im Kanton Zürich.
  • Bei uns unterrichten nur ausgebildete Lehrpersonen mit langjähriger Erfahrung rund um den Übertritt.
  • Als kleines Lehrer:innen-Team ist für uns eine enge Betreuung zentral, weshalb wir auch ausserhalb der Kurszeiten für unsere Schüler:innen stets da sind.
  • Struktur und Organisation sind fürs Gymnasium entscheidend – wir geben dies mit auf den Weg.
  • Wir fördern die Selbstständigkeit sowie Eigenverantwortung Ihres Kindes und informieren Sie laufend über dessen Lernstand.
  • Freude und Begeisterung sind uns wichtig.
  • Wir begleiten Ihr Kind nicht nur fachlich, sondern auch mental auf dem Weg zur Gymiprüfung.
Unsere Kursstandorte
Unsere Kursstandorte befinden sich immer an sehr zentralen Lagen, welche ideal mit dem ÖV erreichbar sind. Unsere Schüler und Schülerinnen erwarten moderne Räumlichkeiten, welche mit den neusten Medien ausgestattet sind.
Unser Kursort direkt beim
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