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Herausforderung Hochbegabung

Ihr Kind war früher Klassenbeste:r – und plötzlich scheint die Motivation verschwunden zu sein? Hochbegabung bedeutet nicht automatisch gute Noten. Erfahren Sie, warum hochbegabte Kinder oft unter ihren Möglichkeiten bleiben (Underachievement), welche Rolle ADHS, ASS, LRS oder Dyskalkulie spielen können und wie Eltern ihr Kind auf dem Weg ins Gymnasium sinnvoll unterstützen.

von: Sandra Zogg

Wenn ein Kind früher nur Sechser hatte – und plötzlich nur noch das Nötigste macht

«Früher lief alles wie von selbst.»
«Unser Kind musste kaum lernen und hatte trotzdem sehr gute Noten.»
«Und jetzt ist die Motivation weg.»

Viele Eltern erleben genau diesen Bruch als sehr verunsichernd. Ein Kind, das lange mühelos gute Leistungen erbracht hat, wirkt plötzlich erschöpft, unmotiviert oder gleichgültig. Hausaufgaben werden aufgeschoben, Prüfungen knapp vorbereitet, Diskussionen nehmen zu – und statt früherer Spitzenleistungen wird nur noch das Minimum gemacht.
Hochbegabung Gymivorbereitung Zürich
Besonders rund um die Gymivorbereitung, den Übertritt oder die Probezeit stellt sich dann eine schwierige Frage: Ist das Gymnasium weiterhin der richtige Weg? Oder überfordern wir unser Kind?

Die ehrliche Antwort lautet: Das lässt sich nicht allein an den Noten erkennen. Entscheidend ist, genauer hinzuschauen – auf das Potenzial, auf die Belastung und auf die Frage, welche Art von Unterstützung ein Kind wirklich braucht.

Was bedeutet Hochbegabung überhaupt?

Von Hochbegabung spricht man in der Regel bei einer deutlich überdurchschnittlichen kognitiven Begabung, häufig ab einem IQ von etwa 130. Hochbegabung bedeutet jedoch weit mehr als «schnell rechnen können» oder «gute Noten schreiben».

Viele hochbegabte Kinder
  • denken ungewöhnlich komplex,
  • stellen tiefe Fragen,
  • erkennen Zusammenhänge sehr schnell,
  • haben einen starken Wissensdrang,
  • denken kreativ oder vernetzt,
  • reagieren emotional intensiv
  • oder beschäftigen sich extrem vertieft mit bestimmten Themen.

Wichtig ist:
Nicht jedes hochbegabte Kind fällt automatisch schulisch positiv auf.

Gerade Kinder mit zusätzlichem AD(H)S, ASS, LRS oder Dyskalkulie werden häufig spät erkannt, weil sich Stärken und Schwierigkeiten gegenseitig verdecken können.

Wie kann man Hochbegabung abklären?

Viele Eltern spüren lange:
«Irgendetwas passt nicht ganz zusammen.»

Das Kind wirkt extrem intelligent – gleichzeitig aber im Alltag überfordert, chaotisch oder emotional belastet.

Eine Hochbegabung lässt sich nicht allein durch Schulnoten beurteilen. Offizielle Diagnostik erfolgt deshalb meist über standardisierte Intelligenztests bei:
  • Schulpsychologischen Diensten,
  • spezialisierte Psycholog:innen,
  • Kinder- und Jugendpsycholog:innen
  • oder entsprechende Fachstellen

Dabei geht es idealerweise nicht nur um einen IQ-Wert, sondern um ein Gesamtbild: Wie denkt das Kind? Wo liegen Stärken? Wo zeigen sich mögliche Belastungen oder Diskrepanzen?

Gerade bei Verdacht auf AD(H)S, ASS, LRS oder Dyskalkulie ist eine differenzierte Abklärung wichtig.

Hochbegabung bedeutet nicht automatisch Schulerfolg

Ein hoher IQ zeigt, dass ein Kind schnell denkt, komplexe Zusammenhänge erkennt und oft ungewöhnlich tief versteht. Er sagt aber noch nicht, ob ein Kind sich gut organisiert, mit Druck umgehen kann, langfristig lernt oder Fehler aushält.

Gerade hochbegabte Kinder können schulisch unter ihren Möglichkeiten bleiben. In der Fachliteratur spricht man dann von Underachievement: Das gezeigte Leistungsbild passt nicht zum vorhandenen Potenzial. Hochbegabung und gute Noten sind also nicht dasselbe.

Viele dieser Kinder kommen in den ersten Schuljahren mit sehr wenig Aufwand durch. Sie hören zu, verstehen schnell und schreiben gute Prüfungen. Was dabei aber manchmal fehlt, ist die Erfahrung, wie Lernen eigentlich funktioniert, wenn etwas nicht sofort gelingt.

Später, wenn Stoffmenge, Tempo und Selbstorganisation zunehmen, reicht reines Mitdenken plötzlich nicht mehr aus. Dann zeigt sich nicht fehlende Intelligenz, sondern fehlende Lernroutine.

Wenn Motivation verschwindet, steckt oft mehr dahinter

Ein Kind, das nur noch das Nötigste macht, ist nicht automatisch faul. Häufig schützt es sich vor Überforderung, Fehlern oder einem angegriffenen Selbstbild.

Manche Kinder waren lange unterfordert und haben den Sinn schulischer Aufgaben verloren. Andere erleben zum ersten Mal echten Leistungsdruck. Wieder andere haben Angst, nicht mehr «das intelligente Kind» zu sein, sobald etwas Anstrengung braucht.
Druck Hochbegabung
Die Karg-Stiftung beschreibt bei hochbegabten Underachievern unter anderem innere Überzeugungen wie:
  • «Ich müsste das sofort können.»
  • «Üben brauche ich nicht.»
  • «Wenn ich Fehler mache, bin ich nicht mehr intelligent.»

Für Eltern sieht das oft aus wie Verweigerung. Innerlich kann es aber ein massiver Konflikt sein:
Das Kind spürt sein Potenzial – erlebt aber gleichzeitig, dass es dieses Potenzial im Schulalltag nicht zuverlässig zeigen kann.

Eine Mutter beschrieb es einmal so:

«Mein Sohn diskutiert stundenlang über Physik und Geschichte – aber schafft es nicht, seine Mathehausaufgaben einzupacken.»

Genau diese Widersprüchlichkeit erleben viele Familien.

AD(H)S, LRS, ASS oder Dyskalkulie können verdeckt sein

Gerade bei sehr intelligenten Kindern werden zusätzliche Schwierigkeiten oft spät erkannt. Sie kompensieren lange, entwickeln Ausweichstrategien und wirken nach aussen «eigentlich stark genug».

Bei AD(H)S kann das bedeuten:
Das Kind versteht den Stoff, kommt aber nicht ins Tun. Es schiebt Aufgaben auf, vergisst Material, lernt unter Druck oder kann sich nur bei wirklich interessanten Themen konzentrieren.
AD(H)S, LRS, ASS oder Dyskalkulie können verdeckt sein
Auch Lese-Rechtschreibstörung kann lange verdeckt bleiben. Ein Kind kann mündlich sehr stark sein, Texte aber nur mit grosser Anstrengung lesen oder schriftliche Aufgaben vermeiden.

Auch Dyskalkulie bleibt bei intelligenten Kindern teilweise lange unbemerkt. Manche Kinder verstehen mathematische Konzepte grundsätzlich gut, scheitern aber an basalen Zahlenvorstellungen oder Automatisierungen.

Ebenso wichtig ist ein Blick auf mögliche Formen von ASS (Autismus-Spektrum-Störung). Hochbegabte Kinder im Autismusspektrum wirken häufig sprachlich stark und reflektiert, haben aber gleichzeitig Mühe mit Reizverarbeitung, sozialen Dynamiken oder unerwarteten Veränderungen.

In der Forschung spricht man bei solchen Kombinationen von Twice Exceptionality: Ein Kind ist begabt und hat gleichzeitig eine zusätzliche Schwierigkeit, zum Beispiel AD(H)S, ASS, LRS oder Dyskalkulie. Dadurch können sich Stärken und Schwächen gegenseitig verdecken.

Oft liegt der Schlüssel nicht im Können, sondern in der Selbststeuerung

Viele Eltern beschreiben ihr Kind so:

«Es versteht alles - aber es schafft es nicht, es umzusetzen.»

Genau hier spielen sogenannte exekutive Funktionen eine grosse Rolle. Dazu gehören Planen, Organisieren, Priorisieren, Aufgaben beginnen, Aufmerksamkeit steuern und dranzubleiben.

Diese Fähigkeiten sind für schulischen Erfolg zentral – teilweise sogar entscheidender als reine Intelligenzwerte.

Das erklärt die scheinbare Widersprüchlichkeit:
Ein Kind kann fachlich sehr stark sein und trotzdem an Hausaufgaben, Prüfungsvorbereitung, Ordnung, Zeitmanagement oder Abgaben scheitern.

Was bedeutet das für die Gymivorbereitung?

Für die Gymivorbereitung ist deshalb nicht nur die Frage wichtig:

«Ist mein Kind intelligent genug?»

Viel wichtiger ist:
«Was braucht mein Kind, um sein Potenzial unter Prüfungsbedingungen zeigen zu können?»

Eine gute Vorbereitung sollte deshalb nicht nur Prüfungsaufgaben lösen. Sie sollte auch sichtbar machen, wo ein Kind Unterstützung braucht:

Beim genauen Lesen, beim strukturierten Schreiben, bei mathematischen Lösungswegen, beim Planen, beim Dranbleiben oder beim Umgang mit Druck.

Deshalb wird Lerncoaching bei GVZH Lerncoaching bewusst in unsere Vorbereitung integriert.

Denn viele Kinder scheitern nicht am Verständnis, sondern an:
  • Selbstorganisation,
  • Lernstrategien,
  • Prüfungsstress,
  • Konzentration,
  • Motivation
  • oder emotionaler Überforderung.

Im Lerncoaching arbeiten wir gezielt an:
  • Lernstruktur,
  • Zeitmanagement,
  • Konzentration,
  • Umgang mit Druck,
  • Motivation,
  • Selbstorganisation,
  • Lernblockaden und
  • individuellen Lernstrategien.

Gerade unser Vorkurs von Mai-Juli hilft da enorm, bereits früh eine nachhaltige Lernroutine aufzubauen. Denn bei hochbegabten Kindern zeigt sich oft:
Sie brauchen nicht einfach «mehr Stoff», sondern einen anderen Zugang zum Lernen.

Herausforderung auch für Sie als Eltern

Hochbegabung, Leistungsabfall und Gymivorbereitung betreffen nie nur das Kind. Sie betreffen die ganze Familie.

Viele Eltern geraten selbst unter enormen Druck. Sie möchten unterstützen, motivieren, begleiten, auffangen – und gleichzeitig funktionieren Alltag, Schule und Familienleben plötzlich nicht mehr so wie früher.

Oft entstehen:
  • Diskussionen über Hausaufgaben,
  • Spannungen rund ums Lernen,
  • Schuldgefühle,
  • Sorgen um die Zukunft oder
  • Konflikte zwischen Geschwistern.
Unterstützung Hochbegabung
Manche Eltern verbringen plötzlich jeden Abend mit Kontrolle, Motivation oder Nachhilfe. Andere fühlen sich dauerhaft hin- und hergerissen zwischen «mehr Druck machen» und «das Kind entlasten».

Und genau hier ist etwas sehr wichtig:
Bleiben Sie Mutter oder Vater.

Ihr Kind braucht nicht zu Hause zusätzlich dauerhaft eine Kombination aus Förderlehrperson, Lerncoach, Therapeut:in und Prüfungsaufsicht.

Natürlich brauchen Kinder Begleitung. Aber sie brauchen ebenso einen sicheren Ort, an dem Beziehung wichtiger bleiben darf als Leistung.

Gerade hochbegabte Kinder erleben oft bereits viel inneren Druck. Wenn sich der gesamte Familienalltag nur noch um Schule, Prüfungen und Leistung dreht, entsteht schnell eine Spirale aus Stress, Konflikten und Rückzug.

Auch Geschwister leiden manchmal mit. Wenn ein Kind besonders viel Aufmerksamkeit wegen Schule, Motivation oder Belastungen erhält, geraten andere Kinder in der Familie teilweise unbemerkt in den Hintergrund.

Deshalb kann es sinnvoll sein, bestimmte Rollen teilweise nach aussen abzugeben: durch Lerncoaching, strukturierte Begleitung, fachliche Unterstützung oder Diagnostik.

Nicht, weil Eltern versagt hätten.
Sondern weil Eltern Eltern bleiben dürfen.

Warum externe Unterstützung manchmal hilfreich sein kann

Gerade bei hochbegabten Kindern entstehen zu Hause oft sehr komplexe Dynamiken.

Eltern möchten helfen, motivieren und begleiten. Gleichzeitig wird Lernen zunehmend emotional aufgeladen. Diskussionen über Hausaufgaben, Prüfungen oder Motivation belasten irgendwann nicht nur das Kind, sondern häufig die ganze Familie.

Genau deshalb kann externe Unterstützung manchmal entlastend sein.

Nicht, weil Eltern etwas falsch gemacht hätten. Sondern weil Kinder gewisse Dinge von aussen oft anders annehmen können als innerhalb der Familie.

Eine externe Begleitung bringt häufig:
  • mehr emotionale Distanz,
  • weniger Konfliktdynamik,
  • eine neutralere Sichtweise und
  • die Möglichkeit, Schwierigkeiten differenziert einzuordnen.

Gerade bei hochbegabten Kindern zeigt sich oft, dass nicht einfach «mehr üben» hilft. Entscheidend ist vielmehr zu verstehen:
  • Wie lernt dieses Kind?
  • Wo blockiert es?
  • Was passiert unter Druck?
  • Welche Strategien fehlen?
  • Und was steckt möglicherweise hinter der fehlenden Motivation?

Unser Ziel bei GVZH ist deshalb nicht einfach «mehr Leistung», sondern eine nachhaltige Entwicklung:

Dass Kinder lernen,
  • ihr Potenzial besser umzusetzen,
  • gesünder mit Druck umzugehen,
  • ihre eigenen Lernprozesse zu verstehen und
  • wieder mehr Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.

Und ebenso wichtig:
Dass Eltern wieder stärker Mutter oder Vater sein dürfen – und nicht dauerhaft Lerncoach, Kontrolleur:in oder Prüfungsaufsicht sein müssen.

Und wenn das Gymnasium nicht der einzige Weg ist?

Auch das gehört zu einer ehrlichen Beratung:
Das Gymnasium ist ein wertvoller Weg – aber nicht der einzige gute Bildungsweg.

Für manche Kinder ist das Gymnasium genau die passende Umgebung, weil sie dort endlich geistig gefordert werden. Für andere kann ein späterer Einstieg, eine andere Schule, die FMS, BMS oder ein alternativer Weg langfristig gesünder und erfolgreicher sein.

Wichtig ist, solche Überlegungen nicht als Scheitern zu betrachten. Ein Bildungsweg sollte zum Kind passen – nicht nur zum Potenzial auf dem Papier.

Gleichzeitig sollten Schwierigkeiten nicht vorschnell als Zeichen gedeutet werden, dass das Gymnasium «zu hoch» ist. Manchmal zeigt sich erst unter Druck, welche Unterstützung bisher gefehlt hat.

Woran Eltern sich orientieren können

Hilfreich ist es, nicht nur auf Noten zu schauen, sondern auf Muster.

Zum Beispiel:
  • Versteht das Kind Inhalte mündlich deutlich besser als schriftlich?
  • Gibt es grosse Leistungsschwankungen?
  • Scheitert es eher am Können oder an Organisation und Umsetzung?
  • Wirkt es erschöpft, ängstlich oder stark perfektionistisch?
  • ·Sind Lesen, Schreiben oder Rechnen auffällig anstrengend?
  • Entsteht Lernen nur noch durch Druck von aussen?

Wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, lohnt sich ein genauerer Blick. Das bedeutet nicht automatisch eine Diagnose. Aber es bedeutet, dass das Kind möglicherweise gezieltere Unterstützung braucht als reines Üben.

Was betroffene Kinder oft brauchen

Hochbegabte Kinder mit Leistungsabfall brauchen meist keine pauschale Lösung. Sie brauchen ein differenziertes Verständnis ihrer Situation.

Dazu gehören:
  • fachliche Herausforderung,
  • klare Strukturen,
  • Lernstrategien,
  • emotionale Entlastung,
  • realistische Ziele und
  • ein gesunder Umgang mit Fehlern.

Studien zeigen zudem, dass aktives Abrufen und verteiltes Lernen deutlich wirksamer sind als kurzfristiges Pauken.

Vielen Kindern nimmt dies den Druck.

«Ich bin nicht falsch. Ich brauche nur andere Strategien.»

Fazit

Wenn ein ehemals sehr starkes Kind plötzlich nur noch das Nötigste macht, lohnt sich ein genauer Blick unter die Oberfläche.

Es kann um Unterforderung gehen. Oder um Überforderung. Um fehlende Lernstrategien, Perfektionismus, AD(H)S, ASS, LRS, Dyskalkulie, Prüfungsangst, Erschöpfung oder Schwierigkeiten in der Selbstorganisation.

Das Gymnasium kann trotzdem der richtige Weg sein – aber nicht um jeden Preis und nicht ohne passende Begleitung. Entscheidend ist, das Kind nicht nur an seinen Noten zu messen, sondern zu verstehen, was es daran hindert, sein Potenzial zu zeigen.

Denn Potenzial allein genügt selten.
Kinder müssen auch lernen, ihr Potenzial umzusetzen. (etwas mehr «abschliessend» gesprochen gerne)

Beste Grüsse

Sandra Zogg

Quellen

Die Inhalte dieses Artikels stützen sich auf aktuelle wissenschaftliche Fachliteratur, Leitlinien und Veröffentlichungen aus den Bereichen Hochbegabung, Lernpsychologie, Neurodivergenz und schulische Entwicklung.

Besonders relevant waren dabei die Veröffentlichungen der Karg-Stiftung / des Fachportals Hochbegabung zum Thema Underachievement, also der Diskrepanz zwischen vorhandenem Potenzial und tatsächlicher schulischer Leistung. Hervorzuheben ist insbesondere der Sammelband «Underachievement – Potenziale sehen, Entwicklung begleiten», welcher verschiedene wissenschaftliche Perspektiven zu Motivation, Selbstbild, Lernstrategien, emotionaler Belastung und schulischer Passung bei hochbegabten Kindern zusammenführt.

https://www.fachportal-hochbegabung.de/pdf/2024_Sammelband_Underachievement.pdf

Weitere Grundlagenartikel des Fachportals Hochbegabung:

https://www.fachportal-hochbegabung.de/fragen/underachievement-was-ist-das/
https://www.fachportal-hochbegabung.de/fragen/wie-entsteht-underachievement/
https://www.fachportal-hochbegabung.de/

Ebenfalls zentral war die Forschung der Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm zum Thema Hochbegabung und schulisches Underachievement. Ihre Arbeiten zeigen unter anderem, dass hochbegabte Kinder trotz hoher kognitiver Fähigkeiten schulisch deutlich unter ihren Möglichkeiten bleiben können und dabei häufig missverstanden werden.

https://www.pedocs.de/volltexte/2021/3688/pdf/SZBW_2006_H3_S467_Stamm_Underachievement.pdf

Für die Bereiche AD(H)S, LRS und Dyskalkulie wurden die offiziellen deutschsprachigen AWMF-S3-Leitlinien herangezogen. Diese gelten als wissenschaftlich fundierte medizinisch-psychologische Leitlinien und beschreiben Diagnostik, Begleitfaktoren und evidenzbasierte Unterstützungsmöglichkeiten.

ADHS:
https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-045k_S3_ADHS_2018-06-abgelaufen.pdf

Lese-Rechtschreibstörung:
https://www.bvl-legasthenie.de/images/static/pdfs/Leitlinien/LF_Leitlinie.pdf

Rechenstörung / Dyskalkulie:
https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-046l_S3_Rechenst%C3%B6rung-2018-03_1-abgelaufen.pdf

Der Abschnitt zu exekutiven Funktionen basiert unter anderem auf der Handreichung der Schulpsychologie des Kantons Zug zu Planung, Selbststeuerung, Aufmerksamkeit und Organisation im schulischen Kontext:
https://zg.ch/dam/jcr%3A1bea3df6-d235-4a4c-99a3-67f720af9161/Handreichung%20Exekutive%20Funktionen.pdf

Die Aussagen zu Lernstrategien und nachhaltigem Lernen stützen sich auf aktuelle lernpsychologische Forschung, insbesondere auf Arbeiten zu Retrieval Practice und verteiltem Lernen (Distributed Practice), welche zeigen, dass aktives Abrufen und langfristige Lernstrukturen deutlich wirksamer sind als kurzfristiges Auswendiglernen.
https://pdf.poojaagarwal.com/Agarwal_etal_2021_EDPR.pdf

Zusätzlich flossen Erkenntnisse aus der Forschung zu Twice Exceptionality ein – also zur Kombination von Hochbegabung mit zusätzlichen neurodivergenten Besonderheiten wie AD(H)S, ASS, LRS oder Dyskalkulie. Diese Forschung zeigt, dass hohe Intelligenz Schwierigkeiten lange verdecken kann und umgekehrt bestehende Schwierigkeiten häufig dazu führen, dass Hochbegabung erst spät erkannt wird.
https://vuir.vu.edu.au/39642/1/Gomez2019_Article_GiftedChildrenWithADHDHowAreTh.pdf

https://www.researchgate.net/publication/379741815_Giftedness_and_Twice-Exceptionality_in_Children_Suspected_of_ADHD_or_Specific_Learning_Disorders_A_Retrospective_Study

Über uns
  • Wir sind das Kompetenzzentrum für die Gymivorbereitung im Kanton Zürich.
  • Bei uns unterrichten nur ausgebildete Lehrpersonen mit langjähriger Erfahrung rund um den Übertritt.
  • Als kleines Lehrer:innen-Team ist für uns eine enge Betreuung zentral, weshalb wir auch ausserhalb der Kurszeiten für unsere Schüler:innen stets da sind.
  • Struktur und Organisation sind fürs Gymnasium entscheidend – wir geben dies mit auf den Weg.
  • Wir fördern die Selbstständigkeit sowie Eigenverantwortung Ihres Kindes und informieren Sie laufend über dessen Lernstand.
  • Freude und Begeisterung sind uns wichtig.
  • Wir begleiten Ihr Kind nicht nur fachlich, sondern auch mental auf dem Weg zur Gymiprüfung.
Unsere Kursstandorte
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