Ungenügende Noten, enttäuschte Erwartungen oder Phasen der Überforderung gehören zur Probezeit dazu. Sie sind kein Zeichen von Scheitern, sondern Teil eines Lern- und Entwicklungsprozesses. Entscheidend ist nicht,
ob Rückschläge auftreten, sondern
wie Kinder und Eltern damit umgehen.
Gerade in der Probezeit erleben viele Kinder erstmals, dass Anstrengung nicht sofort zum Erfolg führt. Das kann verunsichern – oder, gut begleitet, zu einer wichtigen Lernerfahrung werden.
Warum das wichtig ist: Forschung zu Resilienz zeigt, dass der konstruktive Umgang mit Rückschlägen ein zentraler Schutzfaktor für langfristigen schulischen Erfolg ist. Angst, Druck und Existenzsorgen blockieren lernen, während Sicherheit, Orientierung und realistische Perspektiven Handlungsspielräume öffnen.
Growth Mindset in der ElternrolleEin wachstumorientiertes Denken bedeutet nicht, Schwierigkeiten kleinzureden oder alles positiv zu überdenken. Es bedeutet, Entwicklungen als Prozess zu verstehen – mit Phasen des Suchens, Übens und Neujustierens.
Hilfreiche Haltungen sind:
- Fehler als Lernsignale, nicht als Beweise für Unfähigkeit zu sehen
- Entwicklung vor Perfektion zu stellen
- Anstrengung, Strategie und Dranbleiben wertzuschätzen – nicht nur Resultate
Kinder lernen dieses Denken nicht durch Appelle, sondern durch die Haltung der Erwachsenen.