Wer die Aufnahme geschafft hat, besteht meist auch die Probezeit. Bei allen Maturitätsschulen liegt der Anteil bei rund 90% oder darüber:
- Langzeitgymnasium: 94.9%
- Kurzgymnasium: 91.4%
- HMS/FMS/IMS: 91.6%
- Berufsmaturität: 89.9%
Ob Jugendliche die Probezeit bestehen, lässt sich am ehesten einschätzen, wenn Vornote und Prüfungsnote gemeinsam betrachtet werden. Beim Langzeitgymnasium ist diese Vorhersage allerdings schwach: Die beiden Noten erklären dort nur rund 10 Prozent der Unterschiede, beim Kurzgymnasium knapp 40 Prozent. Als mögliche Erklärung nennt der Bericht die persönliche Entwicklung der 12- und 13-Jährigen. Auch wir erleben in unserer Arbeit, wie unterschiedlich schnell sich Kinder in diesem Alter entwickeln.
Wichtig ist, wie diese hohen Quoten zustande kommen. Viele Schulen haben in den vergangenen Jahren zusätzliche Unterstützung während der Probezeit eingeführt, zum Beispiel Aufgabenhilfen. Solche Angebote können laut Bericht zu den hohen Bestehensquoten beigetragen haben. Die Zahlen sprechen also nicht dafür, dass die Probezeit von selbst ging – sondern eher dafür, dass Begleitung in dieser Phase wirkt.
Wer die Probezeit nicht besteht, kann seit der Reform nicht mehr prüfungsfrei in eine Maturitätsschule eintreten. Für die Vorbereitung lohnt sich deshalb auch der Blick über den Prüfungstag hinaus. Wer lernt, die Aufgaben einzuteilen, Verständnisfragen zu klären und regelmässig zu üben, kann diese Fähigkeiten am Gymnasium weiter nutzen.