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GYMIVORBEREITUNG ZÜRICH

Häufige Fragen zur Gymiprüfung (ZAP) und Gymivorbereitung in Zürich

Hier finden Eltern Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Gymiprüfung (ZAP) und Gymivorbereitung im Kanton Zürich. Von Anmeldung, Terminen und Prüfungsaufbau über Anforderungen, Langzeitgymnasium und Kurzzeitgymnasium bis hin zu Vorbereitung, Lernstrategien, Prüfungsangst, Probezeit und alternativen Bildungswegen – kompakt, aktuell und verständlich erklärt.

von: Sandra Zogg
Inhalt FAQ
A Gymiprüfung (ZAP) – Fakten & Ablauf
B Schullaufbahn & Entscheid
C Vorbereitung & Kurse
D Grösste Hürden: Aufsatz und Textaufgaben Mathe
E Lernen, Motivation & besondere Situationen
F Nach der Prüfung

Gymiprüfung (ZAP) – Fakten & Ablauf

Wann findet die Gymiprüfung (ZAP) 2027 statt – und wie melde ich mein Kind an?

Die zentrale Aufnahmeprüfung (ZAP) fürs Langzeitgymnasium und Kurzzeitgymnasium findet am Montag, 8. März 2027 statt. Anmeldung: 1. Januar bis 10. Februar 2027 online über das Portal des Kantons Zürich. Für das Kunst- und Sportgymnasium endet die Frist am 15. Januar. Für die Anmeldung wird das Zeugnis benötigt, das die Schulen bis Ende Januar ausstellen müssen.

→ Gymiprüfung 2027 – Alle Infos, Termine & Anmeldung

Wie ist die Gymiprüfung (ZAP) aufgebaut?

Die Gymiprüfung besteht aus Deutsch und Mathematik: geprüft werden Textverständnis, Sprachbetrachtung, Aufsatz und Mathematik. Beim Langzeitgymnasium dauern die Prüfungen am Vormittag insgesamt 165 Minuten, beim Kurzzeitgymnasium verteilt sich die Prüfung über den ganzen Tag.

Die Langzeit-Gymiprüfung besteht aus drei Teilen, alle am gleichen Morgen (8. März):
  • Deutsch – Textverständnis & Sprachbetrachtung (45 Min.)
  • Mathematik (60 Min.)
  • Deutsch; Verfassen eines Textes / Aufsatz (60 Min.)
Die Kurzzeit-Gymiprüfung besteht aus drei Teilen, alle am gleichen Tag (8. März):
  • Deutsch – Textverständnis & Sprachbetrachtung (45 Min.)
  • Mathematik (90 Min.)
  • Mittagspause
  • Deutsch: Verfassen eines Textes / Aufsatz (90 Min.)

Die Gesamtnote setzt sich je zur Hälfte aus der Prüfungsnote (Deutsch + Mathe) und den Vornoten (Zeugnis Januar/Februar) zusammen. Bestanden: Gesamtdurchschnitt mindestens 4.75. Falls Ihr Kind eine Privatschule besucht, zählen keine Vornoten und die Prüfungsnote muss bei mindestens 4.5 liegen.

→ Gymiprüfung 2027 – Alle Infos

Langzeitgymnasium (ZAP1) & Kurzzeitgymnasium (ZAP2) – Was wird geprüft?

In der ZAP1 und ZAP2 werden Deutsch und Mathematik geprüft; die ZAP2 ist inhaltlich anspruchsvoller und umfasst zusätzliche Themen wie Algebra, Statistik, Wahrscheinlichkeit, Konjunktiv sowie Aktiv und Passiv. In beiden Prüfungen sind Textverständnis, Grammatik, Aufsatz und mathematisches Problemlösen zentral.

Deutsch – ZAP1 (Langzeitgymnasium)
Die Deutschprüfung besteht aus zwei Teilen:
  • Teil 1 – Aufsatz (Duden erlaubt): Aus drei Themen wird eines gewählt. Mögliche Textsorten: Erzählung, Bericht, Beschreibung oder Brief. Entscheidend ist, die Textsorte korrekt umzusetzen und das Thema nicht zu verfehlen.
  • Teil 2 – Textverständnis & Sprachbetrachtung: Ein Text (ca. A4-Seite) wird gelesen und durch Fragen erschlossen. Anschliessend folgt der Grammatikteil. Schwerpunkte: Zeitformen (Präsens, Präteritum, Perfekt), Nomen (Geschlecht, Fall, Plural), Adjektiv (Steigerungsformen), direkte Rede. Wichtig: Rechtschreibung fliesst auch in die Textverständnisfragen ein.

Mathematik – ZAP1 (Langzeitgymnasium)
Kein Taschenrechner erlaubt. Der Stoff orientiert sich am Ende des 1. Semesters der 6. Klasse (Lehrplan 21). Drei Bereiche werden geprüft: Zahl & Variable (Brüche, Dezimalzahlen, Proportionalität), Form & Raum (Geometrie, Körper, Koordinatensystem) sowie Grössen, Funktionen & Daten. Typisch sind auch Textaufgaben, räumliches Denken und Knobelaufgaben.

Deutsch – ZAP2 (Kurzzeitgymnasium)
  • Teil 1 – Aufsatz (Duden erlaubt): Aus vier Themen wird eines gewählt. Mögliche Textsorten: Erzählung, Bericht, Beschreibung oder Argumentation/Stellungnahme oder Mischformen. Gegenüber der ZAP komm neu dazu, dass Meinungen/Sichtweisen objektiv und subjektiv ausformuliert werden müssen.
  • Teil 2 – Textverständnis & Sprachbetrachtung: Gleicher Aufbau wie ZAP1, aber der Grammatikteil ist anspruchsvoller. Zusätzlich geprüft: Konjunktiv I+II (bestimmen), Aktiv/Passiv (bestimmen), Artikel und Personalpronomen. Rechtschreibung wird ebenfalls umfangreicher gewichtet.

Mathematik – ZAP2 (Kurzzeitgymnasium)
Nicht programmierbarer Taschenrechner erlaubt. Der Stoff umfasst das Ende des 3. Semesters der Sekundarschule (Januar 2. Sek). Gegenüber der ZAP kommen hinzu: Algebra (lineare Gleichungen, Bruch- und Wurzelterme), Statistik & Wahrscheinlichkeit sowie erweitertes Sachrechnen (Prozente, Währungen, Verhältnisse). Die Aufgaben sind komplexer und abstrakter als bei der ZAP1.

Was sind die Anforderungen für BMS/FMS (ZAP3)

Unser Kurs ist auf die ZAP1 (Langzeitgymnasium) und die ZAP2 (Kurzzeitgymnasium/HMS) spezialisiert. Die ZAP3 für BMS und FMS stellt teilweise andere und erweiterte Anforderungen, insbesondere in Mathematik.
Falls Ihr Kind sowohl die ZAP2 als auch die ZAP3 absolvieren möchte (Doppelanmeldung), empfehlen wir nur einen Gymivorbereitungskurs zu besuchen und nicht je einen separaten Kurs für die ZAP2 und die ZAP3.
Viele Inhalte unseres Kurses lassen sich auch gut für die Vorbereitung auf die ZAP3 nutzen. Einzelne ZAP3-spezifische Themen decken wir als Profiaufgaben ab. Für darüber hinausgehende Lücken kennen wir geeignetes Lernmaterial und empfehlen es gezielt weiter.

→ Prüfungsanforderungen ZAP2 und ZAP3 (offizielle Dokument, PDF)

Welche Noten braucht mein Kind, um den Gymivorbereitungskurs zu besuchen?

Für unsere Kurse gilt: Eine pauschale Mindestnote gibt es nicht. Als grobe Orientierung ist ein Vornotenschnitt von 5.0 oder höher eine gute Ausgangslage. Wichtig: Gute Schulnoten allein garantieren keinen Prüfungserfolg – und motivierte Kinder mit etwas tieferen Vornoten können die Prüfung durchaus bestehen. Entscheidend sind auch eine gezielte Vorbereitung, Prüfungsroutine und ein konstruktiver Umgang mit Herausforderungen.

Für die Prüfung gilt: Die Vornoten (Zeugnisnoten in den Fächern Mathe und Deutsch, Januar) und die Prüfungsnoten zusammen müssen einen Durchschnitt von mindestens 4.75 ergeben. Bei Privatschulen zählen keine Vornoten – dort muss die Prüfungsnote mindestens 4.5 betragen.

Wie viele Kinder bestehen die Gymiprüfung im Kanton Zürich?

Die Bestehensquote liegt im Kanton Zürich seit mehreren Jahren meist zwischen 50 und 55%. Im Schuljahr 2025/26 legten 4‘562 Schüler:innen die ZAP fürs Langzeitgymnasium ab – 53.6% bestanden die Prüfung. Die genaue Quote schwankt von Jahr zu Jahr leicht. Die Zahlen zeigen: Die Gymiprüfung ist anspruchsvoll, mit einer gezielten Vorbereitung aber für viele Kinder machbar.

→ Zur Statistik Kanton Zürich
→ Gymiprüfung nicht bestanden – Alternativen & nächste Schritte

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei GVZH?

Ihr Kind ist für uns mehr als eine Zahl.
Jedes Kind bringt andere Voraussetzungen, Stärken und Ziele mit. Manche Schüler:innen kommen mit einem klaren Gymiziel, andere benötigen zunächst Zeit, um Grundlagen zu festigen, Lernstrategien aufzubauen oder herauszufinden, welcher schulische Weg am besten zu ihnen passt.
Natürlich freuen wir uns über jede bestandene Gymiprüfung. Gleichzeitig verstehen wir Erfolg breiter: Für uns ist es ein Erfolg, wenn Eltern, Kind, Lehrpersonen und Schulleitung gemeinsam im Dialog stehen und auf dieser Grundlage fundierte Entscheidungen treffen können.
Deshalb veröffentlichen wir bewusst keine pauschale Erfolgsquote. Manchmal führt dieser Weg ans Gymnasium. Manchmal zeigt sich, dass ein anderer Bildungsweg besser zu den Stärken, Interessen und Bedürfnissen des Kindes passt.
Erfolg bedeutet für uns, dass jedes Kind den für sich bestmöglichen Weg einschlagen kann.

→ Über uns – unsere Begleitphilosophie

Wie bereitet man sich am besten auf die Gymiprüfung vor?

Die beste Vorbereitung kombiniert fachliches Training, regelmässiges Üben und eine positive Lernhaltung. Es ist wichtig, die Anforderungen der ZAP zu kennen und gezielt zu trainieren. Dazu gehört, Prüfungsaufgaben unter realistischen Bedingungen zu lösen, Aufsätze nach den offiziellen Bewertungskriterien zu schreiben, Wissenslücken frühzeitig zu erkennen und eine regelmässige Lernroutine aufzubauen.
Auch die Haltung der Eltern spielt eine wichtige Rolle: Kinder profitieren davon, wenn Fortschritte, Einsatz und Lernprozesse im Vordergrund stehen – nicht nur das Bestehen der Prüfung. Ob Schule, Nachhilfe oder privater Kurs: Qualität und Regelmässigkeit der Vorbereitung sind entscheidender als die Form.

Schullaufbahn & Entscheid

Was ist der Unterschied zwischen Langzeitgymnasium und Kurzzeitgymnasium?

Beide Wege führen zur Matura, unterscheiden sich aber in Bezug auf Zeitpunkt, Dauer und Fächerangebot:

Langzeitgymnasium (Langgymi): Eintritt nach der 6. Primarklasse und dauert 6 Jahre. Latein ist in den ersten zwei Jahren für alle obligatorisch, was später alle Profilwahlen ermöglicht, inkl. altsprachliches Profil. Zwischen den Schulen gibt es keinen Profilunterschied.

Kurzzeitgymnasium (Kurzgymi): Eintritt nach der 2. oder 3. Sekundarklasse und dauert 4 Jahre. Es gibt kein Latein-Obligatorium. Je nach Schule werden unterschiedliche Profile angeboten. Es lohnt sich, frühzeitig zu prüfen, welche Schule das gewünschte Profil anbietet (z.B. mathematisch-naturwissenschaftlich, neusprachlich, Wirtschaft/Recht). Zudem gibt es auch hier einige Privatschulen, welche eine noch spezifischere Fächerwahl ermöglichen.
Wer das Langgymi nicht schafft, hat in der 2. und 3. Sek zwei weitere Chancen auf das Kurzgymi – ein wichtiger und oft unterschätzter Weg.

→ Langgymnasium oder Kurzgymnasium – was passt zu meinem Kind?
→ Gymiprüfung 2027 – Alle Infos zu Lang- & Kurzzeitgymnasium
→ Weitere Informationen vom Kanton Zürich

Woran erkenne ich, ob das Gymnasium für mein Kind passt?

Das Gymnasium ist kein Muss – die Entscheidung sollte nicht allein von den Noten abhängig gemacht werden. Drei Fragen helfen bei der Einschätzung: Hat Ihr Kind in Deutsch und Mathematik mindestens eine 5.0 im Schnitt? Lernt es gerne, auch wenn es anspruchsvoll wird? Und geht der Wunsch vom Kind aus – nicht nur von den Eltern?
Wenn Sie diese Fragen nicht mit einem klaren „Ja“ beantworten können, lohnt sich ein Gespräch. In der Schweiz gibt es viele gleichwertige Wege. Auch BMS, FMS und Passerelle können zu einem Studium führen.
→ Gymiprüfung nicht bestanden – Alternativen

Vorbereitung & Kurse

Ab wann sollte mein Kind mit der Gymivorbereitung beginnen?

Spätestens zu Beginn der 6. Klasse (Langzeitgymnasium) bzw. 2. Sek (Kurzzeitgymnasium) sollte mit der Vorbereitung begonnen werden. Da die Vornoten (Zeugnis Januar/Februar) oft mit viel Prüfungsdruck und Stress verbunden sind, lohnt es sich, früher zu beginnen: Wer bereits in der 5. Klasse bzw. 1. Sek mit einem Vorkurs beginnt, hat mehr Zeit, um eine nachhaltige Lernroutine aufzubauen.

→ Wann beginnt man mit der Gymivorbereitung?

Privater oder öffentlicher Gymivorbereitungskurs – was ist besser?

Öffentliche Schulen bieten kostenlose Vorbereitungskurse an – eine sehr gute Möglichkeit, wobei es wichtig ist, genau hinzuschauen, in welchem Rahmen diese Kurse durchgeführt werden. Wer unterrichtet? Gibt es Hausaufgaben? Werden regelmässig Aufsätze geschrieben und auch korrigiert? Das sind einige wichtige Fragen. Mehr dazu im Artikel unten. Private Kurse bieten in der Regel kleinere Gruppen, individuelles Feedback, erfahrene Lehrpersonen und eine engere Begleitung. Wir raten jedoch davon ab, beides zu kombinieren, da mehr nicht mehr bringt.

→ Privater oder öffentlicher Vorbereitungskurs – was ist besser?

Was kostet ein Vorbereitungskurs bei GVZH – und was ist im Kursgeld inbegriffen?

Der halbjährige Gymivorbereitungskurs (6. Klasse, September bis März) kostet CHF 3‘490. Das Kursgeld umfasst weit mehr als nur Unterricht – denn enge, individuelle Begleitung ist unser Kern:
  • Ausgebildete, erfahrene Lehrpersonen & strukturierter, gut organisierter Unterricht
  • Umfangreicher Kursordner und Lernmaterialien
  • Kursplattform mit Lernvideos und Zusatzübungen
  • Regelmässiges, individuelles Aufsatztraining mit persönlichem Feedback
  • Zwischenchecks mit ausführlichem individuellem Feedback
  • Lerncoaching-Sessions (auch für Eltern!) & Feedback zum Arbeitsverhalten
  • Einstiegsaufgaben zur optimalen Vorbereitung auf jeden Kurstag
  • Verpasste Kurstage als Remote-Aufzeichnung nachschauen
  • Online-Zusatzlektionen in Deutsch und Mathematik bei Bedarf
  • Betreuung zwischen den Kurstagen: wir sind für unsere Schüler:innen per Chat da
  • Erreichbarkeit – wir antworten zeitnah, in der Regel noch am selben Tag
Gerne beraten wir Sie persönlich über alle Details.
→ Halbjahreskurs 6. Klasse
→ Halbjahreskurs 2./3. SEK

Wie läuft ein Kurstag bei GVZH ab – und warum dauert er 1.5 Stunden?

Unser Kurs umfasst weit mehr als die 1.5 Stunden vor Ort – sie bilden den Kern und sind in ein durchdachtes Gesamtkonzept eingebettet. Alle Kinder kommen vorbereitet. Mithilfe von Einstiegsaufgaben, Theorie, Übungen und Lernvideos schaffen wir einen gemeinsamen Ausgangspunkt. So kann die Kurszeit optimal genutzt werden: Sie ist lehrreich, motivierend und ideal rhythmisiert, mit intensivem Training und gezieltem Feedback direkt durch die Lehrperson.
Nach dem Kurs zeigen Zwischenchecks mit individuellem Feedback, wo ein Kind aktuell steht und welche Themen gezielt vertieft werden sollten. Zudem sind wir auch zwischen den Kurstagen per Chat für Fragen erreichbar.
Aus unserer Erfahrung führen längere Kurstage nicht automatisch zu besseren Ergebnissen. Im Gegenteil: Konzentration und Motivation nehmen oft deutlich ab. Deshalb gilt für uns: Qualität vor Quantität. Wir setzen auf eine eng begleitete, umfassende Vorbereitung, statt auf viele Stunden pro Woche.

Wie viel Zeit sollte mein Kind für Hausaufgaben einplanen?

Beim Kursstart erhält Ihr Kind einen übersichtlichen Hausaufgabenplan. Der wöchentliche Aufwand beträgt rund 60-90 Minuten und setzt sich aus Einstiegsaufgaben zur Kursvorbereitung und Zwischenchecks zur Nachbereitung zusammen. Sollten wir Lücken feststellen, beraten wir gerne, wie diese geschlossen werden können.
So stellen wir sicher, dass das im Kurs Besprochene verstanden wird und nachhaltig verankert bleibt. Treten dabei zu Hause Fragen auf, sind unsere Lehrpersonen per Chat erreichbar und besprechen Unklarheiten im nächsten Kurstag oder in einer zusätzlichen Online-Lektion.

Wo finde ich online weiteres Material und Übungen zur Vorbereitung?

Für eine Vorbereitung von zu Hause aus oder unterwegs (z.B. in den Ferien) empfehlen wir unsere Lernkarten. Unsere Lernkarten decken wichtige theoretische Grundlagen ab, bieten Übungsmaterial sowie auch Schritt für Schritt Anleitungen zur Lösung von spezifischen Aufgaben der Gymiprüfung. Dadurch kann man schnell den Stoff aus der 5. und 6. Primarklasse repetieren, Lücken identifizieren und via Karten-System lernen. Unsere Lernkarten finden Sie hier.

Des Weiteren finden Sie Aufgaben und Lösungen von alten Gymiprüfungen auf der offiziellen Aufnahmeprüfungswebsite. Hier fehlen aber oftmals detaillierte Erklärungen zu den Lösungsschritten.

Zudem empfehlen wir auch den ZKM-Shop für weitere Prüfungsaufgaben.

Besucht Ihr Kind einen Vorbereitungskurs bei uns, sind die Kursmaterialien sowie weitere multimediale Lern- und Übungsmaterialien, welche sehr umfassend sind, inbegriffen.

Grösste Hürden: Aufsatz und Textaufgaben Mathe

Wie schreibt mein Kind einen guten Aufsatz an der Gymiprüfung?

Der Aufsatz macht ein Viertel der Gesamtprüfungsnote aus. Die Bewertung erfolgt nach drei Kriterien: Inhalt (Thema getroffen, Auftrag erfüllt), Aufbau (Einleitung, Hauptteil, Schluss) und Sprache (abwechslungsreich, korrekt, lesbar).
Der häufigste Fehler ist, das Thema zu verfehlen oder die Textform nicht einzuhalten – selbst sprachlich starke Texte erhalten dann die Note „ungenügend“. Eine gute Planung vor dem Schreiben ist daher entscheidend. Bei GVZH schreibt jedes Kind regelmässig Aufsätze und erhält dazu stets ein ausführliches, persönliches Feedback.

→ Wie wird der Aufsatz an der ZAP bewertet?
→ Aufsatz-Tipps & Beispiele
→ Beispielaufsätze & Textsorten

Wie bereitet sich mein Kind auf die Mathematikprüfung vor – und was sind typische Stolpersteine?

Mathematik macht die Hälfte der Prüfungsnote aus und wird oft unterschätzt. Zwei häufige Stolpersteine sind:

Lösungsweg fehlt: Die ZAP bewertet nicht nur das Resultat, sondern auch den vollständigen, nachvollziehbaren Rechenweg. Wer nur das Ergebnis aufschreibt, verliert Punkte – auch bei korrektem Resultat.

Textaufgaben: Viele Kinder rechnen korrekt, lesen die Aufgabe aber zu flüchtig. Das genaue Lesen und Strukturieren von Textaufgaben muss geübt werden.
Bei GVZH trainieren wir beides gezielt: strukturiertes Rechnen mit sauberem Lösungsweg und das schrittweise Erschliessen von Textaufgaben.
Fällt Mathe generell schwer, oder könnte eine Rechenschwäche / Dyskalkulie dahinterstecken? Das sind zwei tiefgreifende Situationen, die auch gezielte Unterstützung benötigen.

Mehr dazu in unseren Artikeln:
→ Textaufgaben in der Gymiprüfung – Anforderungen & Tipps
→ Mathe als Denkfach – warum der Lösungsweg zählt
→ Rechenschwäche & Dyskalkulie – was steckt dahinter?

Lernen, Motivation & besondere Situationen

Was tun, wenn mein Kind nicht lernen will?

Lernunlust liegt selten an Faulheit – oft stecken Überforderung, fehlende Strategien oder Versagensängste dahinter. Was hilft, sind kleine, erreichbare Tagesziele, feste Lernzeiten mit echten Pausen sowie das Interesse der Eltern, ohne zu kontrollieren.
Wenn das Lernen zu Hause regelmässig eskaliert, bieten wir zwei Wege: Unser Lerncoaching begleitet Ihr Kind individuell beim Aufbau von Selbstorganisation und Motivation. In unserem Workshop „Lernblockaden lösen“ arbeiten wir gezielt an den Wurzeln der Blockaden.

→ 10 Tipps, um Lernhürden zu reduzieren
→ Warum Disziplin Kindern so schwerfällt
→ Lernen zu Hause – warum es oft zum Kampf wird
→ Herausforderung Hochbegabung

Was tun, wenn mein Kind Prüfungsangst hat?

Prüfungsangst ist häufig und kein Zeichen von Schwäche. Oft sind Kinder davon betroffen, die hohe Ansprüche an sich selbst stellen. Was hilft, ist, offen über die Angst zu sprechen, realistische Erwartungen zu setzen und Prüfungssituationen vorab üben. Gründe und Strategien bei Prüfungsangst finden Sie im unten aufgeführten Artikel.
Bei GVZH begleiten wir Ihr Kind auch mental: durch individuelles Lerncoaching, Mentaltraining, eine Prüfungssimulation unter realen Bedingungen und unseren Workshop „Prüfungsangst“, in dem Kinder konkrete Strategien für den Prüfungstag erarbeiten.

→ Prüfungsangst bei Kindern – Ursachen & Strategien
→ Mentaltraining für die Gymiprüfung
→ Workshop Prüfungsangst

Unterstützt GVZH Kinder mit unterschiedlichen Lernprofilen?

Ja, wir begleiten Kinder mit ganz unterschiedlichen Lernprofilen: ADHS, LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche), Dyskalkulie / Rechenschwäche, Hochbegabung oder andere Besonderheiten. Jedes Kind bekommt individuelle Strategien, die zu seinem Lernprofil passen. Bei Bedarf unterstützen wir auch beim Antrag auf Nachteilsausgleich an der ZAP (z.B. Zeitzuschlag) und bieten ergänzendes Einzelcoaching an.

→ Nachteilsausgleich ZAP – was Eltern wissen müssen
→ ADHS & Gymiprüfung
→ LRS & Gymiprüfung
→ Rechenschwäche & Dyskalkulie

Wie kann ich mein Kind als Elternteil optimal bei der Gymivorbereitung unterstützen?

Oft ist die wirksamste Unterstützung subtiler als Nachhilfe. Zeigen Sie Interesse, ohne Druck auszuüben. Loben Sie den Prozess, nicht die Noten. Sorgen Sie für eine ruhige, organisierte Lernumgebung und regelmässige Schlafzeiten sowie auf eine ausgewogene Ernährung. Helfen Sie Ihrem Kind beim Erstellen eines realistischen Wochenplans inkl. fest eingeplanter Freizeit.
Was viele Eltern unterschätzen: Der eigene Umgang mit dem Thema Gymiprüfung überträgt sich direkt auf das Kind. Gelassenheit und Vertrauen sind die wirkungsvollsten Werkzeuge – und oft auch die schwierigsten. Sätze wie „Du schaffst das schon!“ bauen indirekt Druck auf, auch wenn sie gut gemeint sind.

→ Selbstorganisation in der Gymivorbereitung

Meinem Kind fehlt es an Konzentration und Disziplin – was kann ich tun?

Konzentrationsschwierigkeiten und fehlende Disziplin sind während der Gymivorbereitung weit verbreitet – und oft miteinander verknüpft. Kinder, die sich schlecht konzentrieren können, verlieren schnell die Motivation. Fehlt die Disziplin, wirkt jede Lernsession zäh. Beides lässt sich jedoch gezielt trainieren.
Bei GVZH adressieren wir das auf zwei Wegen: Im Lerncoaching erarbeiten wir individuelle Strategien für mehr Struktur, Fokus und Durchhaltevermögen. Im Workshop „Konzentration“ trainieren wir mit den Kindern konkrete Techniken, um ihre Aufmerksamkeit gezielt zu stärken – die sie sofort im Lernalltag anwenden können.

→ Selbstorganisation in der Gymivorbereitung
→ Warum Disziplin Kindern so schwerfällt
→ Workshop Konzentration

Nach der Prüfung

Gymiprüfung nicht bestanden – was sind die nächsten Schritte?

Nicht bestanden ist kein endgültiges Urteil. Die Schweiz verfügt über ein sehr durchlässiges Bildungssystem. Es gibt mehrere Wege:
  • Kurzgymnasium: Eintritt über die Aufnahmeprüfung in der 2. oder 3. Sekundarklasse. Es besteht keine Möglichkeit, die Prüfung bereits schon nach der 1. Sek zu wiederholen.
  • BMS, FMS, IMS, Passerelle: Gleichwertige Bildungswege, die ebenfalls zu einem Studium führen können.
Wer sich vertiefter mit den Chancen des Schweizer Bildungssystems auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir das Buch „A Guide to the Swiss Educational System“ von Robin Hull – eine anschauliche Erklärung aller Wege. Wir führen zudem regelmässig Informationsveranstaltungen mit ihm durch.
Die Gymiprüfung hängt auch von der Tagesform und den gestellten Aufgaben ab – ein Nichtbestehen sagt nichts darüber aus, was Ihr Kind erreichen kann. Wir beraten Sie gerne persönlich.

→ Gymiprüfung nicht bestanden – Tipps, Strategien & Alternativen

Was erwartet mein Kind in der Probezeit am Gymnasium?

Die Probezeit dauert ein Semester und wird oft unterschätzt. Der Übergang bringt einen grundlegenden Wechsel: Anstelle der „Bring-Schuld“ der Lehrperson gilt nun die „Hol-Schuld“. Das heisst, Ihr Kind muss nun eigenständig entscheiden, wann und wie es lernt. Die Stoffmenge, die Eigenverantwortung und das Tempo steigen deutlich.
Hilfreich ist es, von Anfang an Struktur zu haben (z.B. einen festen Wochenplan), die vielen digitalen Unterlagen auszudrucken, frühzeitig gezielt für Prüfungen zu lernen und vor allem zu wissen, welche Lernstrategien greifen. Genau diese Kompetenzen bauen wir bei GVZH bereits während der Gymivorbereitung auf. Für unsere Schülerinnen und Schüler bieten wir zudem eine Probezeitbegleitung für das erste Halbjahr am Gymnasium an.

→ Sicher durch die Probezeit – Tipps für den Start
→ Elternperspektive: Die ersten Monate am Gymnasium